Mammuts, Kelten und strategische Inseln
Belgrad zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten Europas mit Spuren, die weit über die moderne Zeitrechnung hinausgehen.
Die Wurzeln liegen in der Vinča-Kultur (4.800 v. Chr.). Dass der Boden geschichtsträchtig ist, bewies der Fund eines Mammut-Skeletts samt Neandertaler beim Bau der Palata Albanija im Jahr 1938.
Von den Kelten im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet, wurde die Stadt als römisches Singidunum bekannt. Nach wechselnder Herrschaft zwischen Byzantinern, Bulgaren und Ungarn wurde Belgrad 1405 unter Stefan Lazarević zur serbischen Hauptstadt.
Das Nationalmuseum von Serbien lagert und bewahrt eine beeindruckende Sammlung von über 400.000 Objekten.
Das wohl wertvollste Exponat ist diese illuminierte Handschrift aus dem Jahr 1186. Sie gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe und gilt als das wichtigste Denkmal der serbisch-kyrillischen Schriftlichkeit des Mittelalters.
Das Museum beherbergt bedeutende Artefakte der Lepenski Vir-Kultur (ca. 7000 v. Chr.) sowie der Vinča-Kultur, die Einblicke in die frühen Zivilisationen des Balkans geben.
Von römischen kaiserlichen Porträts (wie dem Kopf des Konstantin des Großen) bis hin zu griechischen Vasen deckt die archäologische Abteilung die gesamte Antike der Region ab.
Neben serbischen Meistern finden sich dort auch Werke internationaler Größen wie Picasso, Renoir, Degas und Mondrian.